Taubenbehausungen: weitere Informationen

Arten von Taubenbehausungen und Kostenbeispiele

Die Baukosten variieren in Abhängigkeit davon, ob der Bau vorwiegend durch Ehrenamtliche oder durch Fachfirmen (z.B. Schreiner) vorgenommen wird und ob Architekten oder Statiker benötigt werden.

Die Futterkosten variieren in Abhängigkeit von der Anzahl der lebenden Tauben (belegte Brutplätze) in den Taubenbehausungen, der Qualität des Futters und der Futterabnahmemenge aus dem Handel.

Kosten für betreuendes Personal
Die Betreuer einer Taubenbehausung müssen fachkundig sein oder entsprechend geschult werden. Zudem müssen sie zuverlässig und in der Regel auch körperlich belastbar sein.
Festangestellte und Mini-Jobber können durch Ehrenamtliche ergänzt und unterstützt werden.

Die Personal- und Tierarztkosten verteilen sich in der Regel auf die Betreuung mehrerer Taubenbehausungen.

Taubenbehausung in INNENRAUM (Dachboden-Taubenschlag)
Größe: ca. 30 m²,
Anzahl Brutplätze: ca. 200 (400 Tauben)
Ausbaukosten: ca. 3.000-7000 €
Futterkosten: ca. 200 €/Monat
Tierarztkosten: ca. 200 €/Monat
Personalkosten: ca. € 100-450 (geringfügige Beschäftigung)
(+Miete, +Betriebskosten, +Strom, +Wasser, + div. Reinigungsmitteln)

Taubenbehausung auf AUßENFLÄCHE (z.B. Taubenhäuser, Container, umgebaute Wohnwägen)
Größe: ca. 18 m²
Anzahl Brutplätze: ca. 50 (100 Tauben)
Baukosten: ca. 2.000- 10.000 €
Ausstattungskosten: ca. 1.500 €
Futterkosten: ca. 50 €/Monat
Tierarztkosten: ca. 50 €/Monat
Personalkosten: ca. 100-450 € (geringfügige Beschäftigung)
(+Strom, +Wasser, + div. Reinigungsmitteln usw.)

Taubenturm
Aktuelle Baukosten für ein
Modell mit Außentreppe: ca. 50.000 €
Modell mit Innentreppe: ca. 70.000 €
Zzgl. Ausstattungs- und laufenden Kosten.

Damit die Einrichtung einer Taubenbehausung zuverlässig funktioniert, sind einige Punkte zu beachten:

• Eine möglichst stadtweite Abdeckung mit betreuten Behausungen an den Taubenbrennpunkten.
• Forcierte Standortsuche durch die Stadt/ Gemeinde und weitere Beteiligte.
Zuverlässige Betreuung der Behausungen durch kompetentes und bezahltes Personal (die Mithilfe von engagierten Ehrenamtlichen ist wünschenswert).
• Systematische Erfassung und Dokumentation des Eiertausches über das ganze Jahr sowie Schätzung der entsorgten Taubenkotmenge pro Behausung und Jahr.
• Standorte für betreute Behausungen sollten für die Betreuer möglichst leicht zugänglich sein und einen Wasser- und Stromanschluss haben.
• Zuverlässiger Futterlieferant und Entsorgungsfirma.
• Unter Umständen muss die Behausung zusätzlich vor Vandalismus geschützt werden.
• Die Behausungsgröße muss die gesamte Population eines Brennpunktes aufnehmen können sowie eine Zusatzkapazität für evtl. nachträglich hinzukommende Tauben aufweisen.
Wilde Brutplätze in Behausungsnähe sind, wenn irgend möglich, zu schließen bzw. fach- und tierschutzgerecht zu vergrämen.
• Die Behausungen sollten über einen Schließmechanismus (z. B. eine Klappe) von außen geschlossen werden können, um die Tauben bei Bedarf am Verlassen der Behausung zu hindern.

Ausführliche Informationen zu Vor- und Nachteilen der verschiedenen Behausungstypen, sowie zu deren Aufbau finden Sie in diesen PDFs zum Download:

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